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Heimatlieder & Gedichte |
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Altfriesacklied
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Weiß ein
Dörfchen, zwar nur klein |
Ringsum Wald und blaue Seen,
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still und
friedlich, hübsch und fein. |
da vergißt
man Leid und Weh. |
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Wollt ihr
fröhlich dorthin ziehn, |
Grüne
Wiesen grenzen’ s ein.
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sucht’s
nicht weit von Neuruppin.
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Ei wo sollt’ s noch schöner sein? |
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Auch ein Mühlbach fröhlich
rauscht, |
Weiße Segel ziehn vorbei,
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dem man
gern und willig lauscht. |
in die
Welt so froh und frei; |
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Plaudert
uns zu jeder Zeit, |
Manches
frohe Lied erklingt,
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von der
Menschen Lust und Leid.
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daß uns in die Herzen dringt. |
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Alt-Friesack schlicht und
recht, |
Männer stark und braun und kühn, |
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lebt ein fröhliches Geschlecht. |
kräftig
dort die Netze ziehn. |
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Dabei
herrscht hier allezeit
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Bei
Gewitter, Sturm und Regen, |
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Friede
stets und Einigkeit. |
sieht man sie beim Reusenlegen. |
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Roddo,
Güstern und Karauschen, |
Plötzen, Barsch und Hecht und Schlei, |
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Aale listig sie belauschen. |
Quappen,
Zander und auch Blei, |
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Auch auf
Karpfen steht der Sinn, |
Wels und
Ueklei, Stichling gar, |
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sind nur
nicht gar viele drin. |
fängt man hier so manches Jahr. |
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Würd ich wohnen in Berlin,
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Melodie: Jum heidi - jum
heida |
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würd ich nach Altfriesack ziehn, |
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ihm sei
dieses Glas geweiht: |
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Hoch Alt-Friesack allezeit. |
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Text : geschrieben im Jahr 1904 von H. Cornelius |
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Bützseelied
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Damals
geschah es vor langer Zeit, da machten die Friesen am Wasser
sich breit.
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Sie
bestellten den Acker mit Pflug und Hack, seitdem nennt man
dies Fleckchen den alten Friesack.
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Altfriesack
die Perle im Ruppiner Land, liegt zwischen zwei Seen, das ist
ja bekannt.
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Und
an diesen Seen da ist es so schön, nur gibt’ s dort mehr
Datschen als Häuser zu sehn. |
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Im
Juni, da kommt schon der Sommer ins Land, da liegen die
Mädels bei den Buben am Strand.
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Und
sind zwei alleine, und ist niemand da, dann machen die beiden
sofort FKK.
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Wenn
einer mal glaubt, er hat jetzt ein Weib, dann hofft er daß es
für immer bei ihm bleibt. |
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Doch
fast jeder hier bekommt einen Schreck, ehe er sich versieht,
ist es wieder weg.
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Ich
steh auf der Brücke und guck übern Ort, da war doch die
Mühle, schon lang ist sie fort. |
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Was
ist mit der Schleuse? Das jammert den Hund. Man schaut in das
Becken und sieht keinen Grund.
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Die
Fischer, die rudern im Bützsee so schwer. Sie heben die
Netze, sie sind immer leer. |
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Die
Angler, die angeln tagein und tagaus, sie ziehen, wenn sie
Glück haben, eine Blechbüchse raus.
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Kehrreim:
An der Bützseeküste, in Altfriesack am Strand,
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sind
die Fische im Wasser und selten am Land.
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Musik:
An der Nordseeküste
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(c)
Text: Harald Kuchenbecker (1985)
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Ich kenne ein Dörfchen
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Ich kenne ein Dörfchen,
zwar nur klein, es liegt zwischen zwei Seen, friedlich und
fein. |
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Da gibt es vier Brücken
und das ist wohl bekannt, es ist eine Perle im Ruppiner Land. |
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Doch einmal im Sommer,
einmal im Jahr, da steigt dort' ne Party und nichts ist so,
wie es mal war.
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Es ist das Brückenfest,
viele Leute kommen daher, um zu feiern, zu tanzen und noch
vieles mehr. |
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Die Anwohner schmücken
die Ufer so schön, auf Kanus gab's schon Indianer zu sehen. |
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Auch Elfen, Piraten hat es
schon gegeben, das müsst Ihr Euch ansehen, das müsst Ihr
erleben. |
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Und wollt Ihr fröhlich
dorthin ziehen, das Dorf heisst ALTFRIESACK, es liegt nicht
weit von Neuruppin. |
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(c) Frank Kuchenbecker im
Jahre 2002 |
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Fischers
Traum |
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Es war einmal ein Baum, |
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aus dem wurde dies: „Fischers-
Traum“. |
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Er brach in einer Sommernacht |
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und stürzte ins Wasser, dicht
neben einer Motorjacht. |
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Da dachten die Leute dann, |
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aus dem noch stehenden Stamm |
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schnitzen wir einen
Fischersmann. |
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Doch merkten sie bald: |
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Das Holz ist hohl und alt.
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Und so wurde aus dem Baum, |
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kein Fischer- aber „Fischers
Traum“. |
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(c) Frank Kuchenbecker |
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